Bastard Club bald in neuer Umgebung
Montag, den 26. Juli 2010 um 11:54 Uhr
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. Juli 2010 um 11:55 Uhr
Geschrieben von: Angeal
Die Osnabrücker Clubszene gerät momentan in Bewegung, denn das DK Dance wird bald Bastard Club.Einige Besucher der Skatehalle an der Rosenburg werden es bereits bemerkt haben: Der Bastard Club, der im vorderen Bereich der Halle für rockende Unterhaltung sorgte, indem dort unabhängig Konzerte und Discoabende durchgeführt wurden, existiert nicht mehr.Ende Juni fanden die letzten Veranstaltungen statt. Und an der Buerschen Straße, wo seit Jahren das DK Dance oder einfach nur DK Der Klub seine Pforten öffnete, wird am kommenden Wochenende dichtgemacht. Mit einem zünftigen Restetrinken verabschiedet sich Betreiber Johannes Brünemann vorläufig von seinen Gästen.
Doch beide Schließungen haben ein gemeinsames Ziel: Es wird ein Klub entstehen, der die guten Eigenschaften der beiden ehemaligen vereint. So wird am 11. September in den umgebauten Räumlichkeiten des DK Dance der Bastard Club eröffnet, der eine breite Palette alternativer Livemusik und DJ-Entertainment bieten wird.
„Ich war auf der Suche nach einem Partner, der sich in meinem Laden um die Programmgestaltung kümmert“, erinnert sich Brünemann. Über seinen Getränkelieferanten erfuhr er, dass Alexander „Schnalli“ Schröder, der Betreiber des Bastard Clubs, nach einer besseren Location suchte.
„So gut, wie die Lage der ehemaligen Magnum-Halle ist, ich hatte dort große Probleme. Im Winter war es rattenkalt, weil die Heizungsanlage wegen zu hohen Schadstoffausstoßes nicht mehr aktiviert werden durfte. Und im Sommer wurde es wegen mangelnder Isolierung heiß wie in der Sauna“, so Schnalli. Außerdem hatte der Rock-’n’-Roll-Enthusiast, der seine Konzerte zum Teil schon ein Jahr im Voraus bucht, keine Planungssicherheit, weil die Zukunft der Immobilie offenbar ungewiss ist.
Also freundete er sich schnell mit der Idee an, das Programm des Bastard Clubs fortan in den Räumlichkeiten des DK zu präsentieren.
Zu diesem Zweck wird jetzt erst mal renoviert: Im oberen Kneipenbereich wird eine kleine Bühne gebaut, auf der in Zukunft Kleinkunst eine Chance bekommt und Bands auftreten können, die noch nicht die Massen ziehen.
Im unteren Saal sollen sowohl Tanz- als auch Bühnenfläche vergrößert werden, außerdem soll der gesamte Club eine Art „Minimuseum für die alternative Musikkultur der letzten 30 Jahre in Osnabrück“ werden.
„Ich trage im Moment Ausstellungsstücke zusammen, die demnächst die Wände des Ladens schmücken sollen“, so Schnalli. Von der historischen Original-Eintrittskarte über Poster bis zu Fotos wird es da einiges zu sehen geben.
„Zu Unrecht dachten viele Leute, das DK-Dance sei ein Gothic-Schuppen“, meint Brünemann. Jetzt habe sein Club die Chance, dieses Image abzulegen. Das heißt nicht, dass es nicht nach wie vor Bands oder Disco-Abende gibt, die sich der düsteren Musik widmen.
Aber darüber hinaus wird es auch alles andere zu hören geben, was nicht in den Mainstream driftet: Punk, Rock’n’Roll, Metal, HipHop, Elektro, 80er-Jahre-Musik, Alternative. „Bei uns gibt es kein Pling-Pling und kein LaLa. Bei uns muss es rocken“, sind sich die neuen Partner einig.
Wer sich also vor Ort schon mal erkundigen will, was ab September in der Buerschen Straße 8 geboten wird, der kann am Freitag, 30., und Samstag, 31. Juli, zum letzten Mal das DK Dance in seiner alten Form besuchen.
Quelle: NOZ

